Neustrelitz : Jugendliche nach Missbrauch eines 15-Jährigen in Haft

Nach mehreren Fällen roher Gewalt und perfiden sexuellen Missbrauchs sitzen zwei Jugendliche aus Neustrelitz (Mecklenburg-Vorpommern) in Haft.

Neustrelitz - Der 17- und der 18-Jährige sind die mutmaßlichen Haupttäter einer Gang, die am Donnerstag für Angst und Schrecken in der Kreisstadt gesorgt hatte. Die etwa sechs Straftäter zwischen 15 und 21 Jahren sollen einen jungen Mann ausgeraubt, einen weiteren missbraucht und in einen See gestoßen sowie danach mehrere Autos aufgebrochen haben. Gegen die beiden Hauptverdächtigen sei am Samstagabend Haftbefehl erlassen worden, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Die Gruppe war am Donnerstag zum ersten Mal aufgefallen, als sie einen 17-Jährigen am Bahnhof ausraubten und zusammenschlugen. Den Bewusstlosen ließen sie auf der Straße liegen. Danach liefen sie zu einer Tankstelle, um sich Alkohol zu besorgen. Hier bekam ein 15-jähriger Beteiligter offenbar Gewissensbisse. Er wurde von den übrigen Gangmitgliedern dann in einem Park geschlagen und misshandelt.

Der 15-Jährige sei zu "perfiden sexuellen Handlungen" an sich und an den anderen gezwungen worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft dem NDR-Fernsehen. Fast eineinhalb Stunden lang soll der Jugendliche zum Teil unter Bedrohung mit einem Messer missbraucht worden sein. Er sei dann in das eiskalte Wasser des Sees im Park gestoßen worden. Er konnte sich in ein nahe gelegenes Haus in Sicherheit bringen, deren Bewohner die Polizei alarmierten.

Die Gang wurde erst in einem Wohngebiet gestoppt, als sie Fahrzeuge aufbrach. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, sagte der Polizeisprecher. (tso/ddp)

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