Welt : New Jersey II: Bob Dylan und die Polizei

New York - Bob Dylan war Ende Juli am Rande einer Konzerttour in einem heruntergekommenen Viertel der Stadt Long Branch, New Jersey, unterwegs. Es regnete wie aus Kübeln, während er sich nach zum Verkauf angebotenen Häusern umschaute. Einem Nachbarn kam der „exzentrisch aussehende alte Mann“ verdächtig vor – er alarmierte die Polizei. „Ich habe ihn gefragt, wie er heißt und er sagte: Bob Dylan“, berichtete die 24 Jahre alte Polizistin Kristie Buble. Dylan trug zwei Regenmäntel übereinander und hatte die Kapuze tief ins Gesicht gezogen“, erzählte sie. „Ich sagte zu ihm: ,Okay Bob, was machen Sie in Long Branch?‘ Als er mir sagte, er sei auf Konzertreise, kam mir die Sache endgültig komisch vor.“ Dylan hatte keinen Ausweis dabei. „Okay Bob, warum kommen Sie nicht mit mir in den Streifenwagen und wir fahren zum Hotel, um das zu klären?“, sagte die Beamtin. Erst als Buble die großen Tourbusse vor dem Hotel sah, dämmerte ihr langsam, dass der zerzauste, klitschnasse Mann neben ihr vielleicht wirklich Bob Dylan sein könnte. Den Ausweis wollte sie dann aber doch noch sehen. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar