New York : Sunny von Bülow aus Koma nicht mehr erwacht

Nachdem sie fast 30 Jahre im Koma lag, ist die US-Millionenerbin Sunny von Bülow nun an einem Herz- und Lungenstillstand gestorben. Bereits seit Beginn ihres Komas zeigten sich keine Anzeichen von Hirnaktivitäten mehr.

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Sunny von Bülows Leben diente als Vorlage für den Film "Die Affäre der Sunny von B." -Foto: dpa

New YorkNach 28 Jahren im Koma ist die US-Millionenerbin Sunny von Bülow gestorben. Von Bülow sei am Samstag im Alter von 76 Jahren in einem Sanatorium in Manhattan an Herz- und Lungenstillstand gestorben, zitierte die Zeitung "New York Times" am Sonntag eine Sprecherin der Familie. Der Fall der Sunny von Bülow hatte in den 80er Jahren für Schlagzeilen gesorgt.  Sie war am 21. Dezember 1980 bewusstlos im Bad ihres Anwesens in Newport im US-Bundesstaat Rhode Island gefunden worden.

Ihr zweiter Ehemann, der dänischstämmige Claus von Bülow, stand im Verdacht, versucht zu haben, seine unter Unterzuckerung leidende Frau mit Insulinspritzen zu töten. Er wurde in einem ersten Prozess für schuldig befunden, später aber freigesprochen. Um die Prozesse
gab es ein riesiges Medienspektakel, später dienten sie als Vorlage für den Film "Die Affäre der Sunny von B." mit Glenn Close und Jeremy Irons.

Seit Beginn ihres Komas zeigte Sunny von Bülow, die eigentlich Martha mit Vornamen hieß, keine Anzeichen von Hirnaktivität. Laut  "New York Times" wurde sie über eine Sonde ernährt. Sie wurde von privaten Krankenschwestern gepflegt, ihr Zimmer von privatem Sicherheitspersonal abgeschirmt. Von Bülow hinterlässt zwei Töchter und einen Sohn sowie neun Enkelkinder. (bvdw/AFP)

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