New York : Weitersuche nach Opfern des 11. Septembers abgelehnt

Fast sieben Jahre nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center in New York soll einem Gerichtsbeschluss zufolge nicht weiter nach Überresten der Opfer gesucht werden. Angehörige hatten beantragt, Tonnen von Bauschutt nochmals nach möglichen menschlichen Überresten zu durchsuchen.

Terroranschlag
Am 11. September begannen Feuerwehrleute direkt nach dem Anschlag mit der Bergung der Opfer. -Foto: dpa

New YorkRichter Alvin Hellerstein erklärte laut "New York Times" vom Dienstag, die Steins- und Betonmassen der zerstörten Zwillingstürme seien schon beim Abtragen so gründlich wie möglich untersucht worden. "Da ist nur Staub übriggeblieben", sagte er. "Nicht jedes Unrecht kann durch einen Gerichtsprozess wieder gutgemacht werden."

Bei den Flugzeugangriffen islamistischer Terroristen auf das World Trade Center am 11. September 2001 waren fast 2800 Menschen ums Leben gekommen. Viele Opfer sind bis heute nicht identifiziert. Ein Großteil des Bauschutts wurde auf eine frühere Müllhalde im New Yorker Stadtteil Staten Island gebracht. Dort soll zur Erinnerung an die Opfer ein riesiger Park entstehen. Die Kläger - 17 betroffene Familien - befürchten, dass noch menschliche Überreste im Erdreich sind. Die Angehörigen haben sich zu einem Verein für eine "Angemessene Bestattung" zusammengeschlossen. (sba/dpa)

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