Welt : Nicht zu heilen

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Die Parkinsonsche Krankheit, an der Prinz Claus erkrankt war, ist auch als Schüttellähmung bekannt. Die Kranken produzieren im Gehirn zu wenig von dem Nervenbotenstoff Dopamin. Daher ist die Weitergabe von Nervensignalen vor allem an die Muskeln beeinträchtigt. Die typischen Zeichen sind Zittern, langsame Bewegung (Trippelschritte) und Steifheit der Muskeln. Oft kommt es zu Schluckstörungen, undeutlichem Sprechen und starrer Haltung. Häufig haben die Patienten ein ausdrucksarmes Gesicht. Im sehr späten Stadium kann es bei den Betroffenen dann auch zum Abbau der geistigen Fähigkeiten kommen. Erstmals wurde die Krankheit von dem englischen Arzt James Parkinson im Jahre 1817 beschrieben. In Deutschland leiden nach Schätzungen von Experten rund 250 000 Menschen an der unheilbaren Erkrankung. Medikamente können vielen Parkinson-Patienten zwar helfen, haben aber auch Nebenwirkungen. Dazu zählen Übelkeit, Schlaflosigkeit, Blasenschwäche und Schwindel. Sie können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen, wie der Marburger Mediziner Andreas Becker vom Kompetenznetz Parkinson erläutert. Häufig seien auch Halluzinationen, die aber gut behandelt werden könnten. An der Parkinsonschen Krankheit leiden viele Prominente, darunter Papst Johannes Paul II. und der US-Filmschauspieler Michael J. Fox.dpa

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