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Niederlande : Massenansturm auf "Magic Mushrooms"

01.12.2008 14:38 Uhr
Psycho-PilzeBild vergrößern
"Magic Mushrooms" gibt es jetzt auch in den Niederlanden nicht mehr legal. - Foto: dpa

Aus für Psycho-Pilze in den Niederlanden: Am Montag durften Geschäfte die "Magic Mushrooms" zum letzten Mal verkaufen. Tausende Menschen - vor allem Touristen - wollten sich deshalb noch einmal mit Vorräten eindecken. Grund für das Verbot sind einige aufsehenerregende Zwischenfälle.

AmsterdamBei einem Massenansturm auf Drogengeschäfte in den Niederlanden haben sich Tausende Touristen und Holländer zum letzten Mal legal mit Psycho-Pilzen eingedeckt bevor am Montag ein Verkaufsverbot in Kraft trat. "Da sind sämtliche Rekorde gebrochen worden", sagte Hans van den Hurk von der Großhandelsfirma Conscious der Amsterdamer Abendzeitung "Het Parool". "Die Leute wollten noch mal auf den Trip gehen solange es erlaubt ist."

Verkäufer in sogenannten Smartshops, wo die Pilze seit Jahren gehandelt wurden, meldeten für das letzte Wochenende bis zu zwanzigfache Steigerungen beim Absatz der "Magic Mushrooms".

Die meisten Kunden hätten sich mit großen Mengen eingedeckt, um sie zu trocknen und so Vorräte für einen späteren Gebrauch anzulegen, erklärte Van den Hurk.

Mehr als 90 Prozent der Käufer kommen aus dem Ausland

"Magic Mushrooms" enthalten den Wirkstoff Psilocin, dessen Einnahme Halluzinationen auslöst. Der Verkauf von Psycho-Pilzen war in den Niederlanden nach aufsehenerregenden Zwischenfällen im vergangenen Sommer zum 1. Dezember generell verboten worden. Ein deutscher Tourist war in Amsterdam im "Mushroom"-Rausch nackt durch die Straßen gelaufen. Ein französischer Teenager stürzte sich nach dem Verzehr von Psycho-Pilzen von einer Amsterdamer Grachtenbrücke in den Tod.

Mehr als 90 Prozent der Pilz-Käufer kamen laut niederländischen Erhebungen aus dem Ausland, vor allem aus Deutschland, Belgien und Frankreich. Der Verkauf anderer weicher Drogen, darunter Haschisch und Marihuana in Hollands sogenannten Coffeeshops bleibt vorerst legal. Viele Gemeinden erwägen derzeit jedoch, die Lizenzen für Coffeeshops aufzuheben. (ut/dpa)

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