Welt : Nominierung: Steven Soderbergh auf Oscar-Kurs

US-Regisseur Steven Soderbergh hat nach seinem unerwartet schlechten Abschneiden bei der Verleihung der Golden Globes Unterstützung auf dem Weg zu einem Oscar-Gewinn erhalten. Der Verband der US-Regisseure nominierte den 38-jährigen Filmemacher gleich zwei Mal für die Vergabe seines höchsten Preises, des Directors Guild of America Award. Soderbergh wurde für "Erin Brockovich" und "Traffic" als Preisanwärter benannt. Oscar-Gewinner Steven Spielberg gab die Entscheidung in Los Angeles bekannt.

Der Berufsverband hat damit zum ersten Mal seit 26 Jahren wieder einen Regisseur gleich für zwei Werke nominiert. Beide Filme waren Anfang Januar bereits vom Amerikanischen Filminstitut zu den zehn besten des Jahres 2000 gezählt worden.

Für die Auszeichnungen der Directors Guild 2001 wurden außer Soderbergh auch dessen Kollegen Cameron Crowe mit "Almost Famous", Ridley Scott mit "Gladiator" und Ang Lee mit "Tiger & Dragon" nominiert. Lee hatte einen Tag zuvor den Golden Globe für die beste Regie bekommen. Die Entscheidung für ihn war in Fachkreisen mit großer Überraschung aufgenommen worden. Vier der fünf großen Kritiker-Vereinigungen der USA hatten Soderbergh zuvor als besten Regisseur des Jahres eingestuft. Mit seinem sehr gelobten Film "Traffic", der Golden Globes für die beste Nebenrolle (Benicio Del Toro) und das beste Drehbuch (Stephen Gaghan) erhielt, gilt Soderbergh bei der bevorstehenden Berlinale als Anwärter auf einen Goldenen Bären. Die Entscheidung über die diesjährigen Preise der amerikanischen Filmregisseure wird am 10. März mitgeteilt. Zwei Wochen danach werden die Oscars vergeben. Die Nominierungen für diese begehrtesten Filmpreise der Welt durch die rund 5000 Mitglieder der US-Filmakademie werden am 13. Februar veröffentlicht.

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