Nordhessen : Güterzug überfährt 21 Schafe

Gut eine Woche nach dem schweren ICE-Unglück in einem Tunnel bei Fulda ist am Dienstag in Nordhessen erneut ein Zug in eine Schafherde gerast. Nach Angaben der Bundespolizei überfuhr der Güterzug einen Kilometer vor dem Bahnhof der Stadt Witzenhausen 21 Schafe.

Kassel18 Tiere waren sofort tot, die übrigen drei mussten von der Polizei getötet werden. Menschen wurden nicht verletzt. Der Zug konnte eine Stunde nach dem Unfall weiterfahren, die Strecke blieb noch zwei weitere Stunden gesperrt. Die Bundespolizei begann Ermittlungen, wie die Schafen auf die Gleise gelangen konnten. An den Aufräumarbeiten seien zehn Polizisten und ein Hubschrauber, Mitarbeiter der Bahn und 20 Feuerwehrleute beteiligt gewesen.

Am vorvergangenen Wochenende war ein ICE mit Tempo 220 in den Landrückentunnel bei Fulda gefahren und dort mit einer Schafherde kollidiert. Der Zug war im längsten Eisenbahntunnel Deutschlands entgleist, 19 Menschen wurden verletzt und mehr als 20 Tiere getötet. Der Sachschaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Die Reparaturen dauern noch an. Der Tunnel wird nach Bahn-Angaben frühestens nach Pfingsten wieder freigegeben. (mfa/dpa)

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