Nordkorea : Regierung will festgenommene US-Journalistinnen anklagen

Zwei amerikanische Journalisten sollen mit feindlichen Absichten in das nordkoreanische Gebiet vorgedrungen sein. Wegen krimineller Machenschaften müssen sie sich nun vor Gericht verantworteten.

SeoulLaura Ling und Euna Lee

wurden am 17.März an der Grenze zu China aufgegriffen. Ihnen wird kriminelles Vergehen zur Last gelegt, meldete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA ohne Angaben weiterer Details. Die beiden Frauen hatten im Auftrag des US-Kabelsenders Current TV eine Geschichte über nordkoreanische Flüchtlinge am Grenzfluss Tumen recherchiert.

Die Regierung hatte den beiden Journalistinnen zuvor vorgeworfen, illegal mit feindlichen Absichten in das Territorium vorgedrungen zu sein. Die US-Botschaft im südkoreanischen Seoul lehnte eine Stellungnahme bisher ab. Die USA haben allerdings erklärt, bereits Kontakt mit Nordkorea aufgenommen zu haben, um die Freilassung der Journalistinnen zu erwirken.

Der geplante Prozess fällt in eine Zeit, in der die Regierung in Pjöngjang unter anderem wegen eines umstrittenen Raketentests unter internationaler Kritik steht. Der Test einer Langstreckenrakete am 5.April sorgte weltweit für Empörung. (sh/rtr/dpa)

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