Nordsee-Stör : Fangen verboten

Der Nordsee-Stör kehrt in seine Heimat zurück. Tierschützer haben am Samstag in der Oste bei Bremervörde 50 der in Deutschland seit langem ausgestorbenen Fische ausgesetzt.

BremervördeDie Gesellschaft zur Rettung des Störs erhofft sich Erkenntnisse darüber, ob die Fische heute wieder in der Elbe und ihren Nebenflüssen überleben können. „Wir wollen sehen, welche Voraussetzungen für eine Wiederansiedlung nötig sind“, sagte Stör-Experte Jörn Geßner. „Die Fische sind vor so vielen Jahren ausgestorben, dass wir nur wenig über sie wissen.“ Alle ausgesetzten Jungfische tragen eine Markierung an der Flosse.

„Wenn Fischer sie fangen, können sie uns Bescheid sagen, wo sie das Tier gefunden haben und wie groß es ist“, erläuterte Geßner. Den seltenen Fang müssten sie aber sofort zurück ins Wasser werfen. Die Informationen sollen den Tierschützern zeigen, wie weit die Fische wandern und wie schnell sie wachsen.

2008 hatten die Tierschützer schon einige Störe in der Mittelelbe ausgesetzt. Im Hamburger Hafen verloren sie jedoch das Signal des Funksenders. Deshalb starten sie nun einen neuen Versuch in der Oste, die weiter nördlich in die Niederelbe mündet und eine überdurchschnittliche Wasserqualität aufweist. dpa

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