Welt : Notiert: Durchgeknallt und durchgedreht

Durchgeknallt. Ein betrunkener Amerikaner hat auf eine durch Alaska führende Pipeline geschossen und dadurch das Auslaufen von weit über einer Million Liter Öl verursacht. Experten gelang es erst zwei Tage nach der Tat, das Loch mit einer Klammer weitgehend zu schließen und damit noch größeren Schaden abzuwenden. Die Arbeiten waren durch den Austritt hochexplosiver Dämpfe verzögert worden. Nach Medienberichten ist der 37-jährige Mann, der mehrfach vorbestraft sein soll, bereits angeklagt worden und wartet im Gefängnis auf seinen Prozess. Er muss sich unter anderem wegen Waffenmissbrauchs, tätlichen Angriffs und groben Unfugs verantworten. Der Mann hatte nahe der Stadt Fairbanks mit einem Jagdgewehr auf die Pipeline geschossen und war dann zunächst mit seinem Auto geflüchtet. Das Öl spritzte durch das Loch in die Landschaft und verseuchte Bäume, Büsche und Tundra auf einer Fläche von rund zwei Hektar. Tiere waren den Berichten zufolge nicht betroffen. Die rund 1500 Kilometer lange Pipeline wurde zwar sofort nach Bekanntwerden der Tat zugedreht, aber das Öl in dem von der Kugel getroffenen Abschnitt blieb unter hohem Druck.

Durchgedreht. Eine Herde wilder Elefanten hat in Bangladesch die Bewohner mehrerer Dörfer zur Flucht gezwungen und Hütten und Äcker verwüstet. 18 Elefanten waren aus dem Raozan-Reservat in den Bergen im Südosten des Landes in die angrenzenden Dörfer gestürmt. Sieben Menschen wurden dabei schwer verletzt. Es war zunächst unklar, was die Zerstörungswut ausgelöst hatte. Viele Wanderrouten der Elefanten sind in der Vergangenheit durch Besiedlung zerschnitten worden.

0 Kommentare

Neuester Kommentar