Welt : Notiert: Kiwi statt Lammbraten

Um den Kiwi-Vogel vorm Aussterben zu bewahren, hat ein neuseeländischer Umweltschützer ausgerechnet zum Verzehr des Tieres aufgerufen. Nur kommerzielle Zucht könne den Vogel vor seinem Schicksal retten, sagte John Wamsley, Chef einer privaten Umweltschutzorganisation, am Montag der Zeitung "The New Zealand Herald". "Wenn wir in der Lage sind, dass jede Familie sonntags Kiwis zu Mittag essen kann, ist das Problem gelöst." Bei den Ureinwohnern, den Maori, und europäischen Einwanderern war es früher schon durchaus üblich, das heutige neuseeländische Nationalsymbol zu essen. Im Moment werden aber rund 95 Prozent aller Kiwis von Wieseln oder Katzen getötet, noch ehe sie ein halbes Jahr alt sind.

Die neuseeländische Regierung lehnt den Vorschlag der Umweltschutzorganisation ab. "Wir wollen den Kiwi in der freien Wildbahn bewahren und nicht Kiwikonserven herstellen", sagte Keith Johnston vom Naturschutzministerium der Nachrichtenagentur Reuters. Derzeit leben in Neuseeland noch rund 75 000 der Vögel. Wenn deren Anzahl mit der gleichen Geschwindigkeit wie bisher abnimmt, werden es bis zum Jahr 2006 nur noch 50 000 sein, schätzen Experten.

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