Welt : Notiert: Mit der toten Mutter unterwegs

Mit toter Mutter in die U-Bahn. Mit seiner toten Mutter im Rollstuhl ist ein Taiwanese per U-Bahn zur Organspende in ein Krankenhaus in Taipeh gefahren. Lin You-chao entschied sich zu der U-Bahnfahrt mit der gerade gestorbenen 71-Jährigen, weil er keine Ambulanz erreichen konnte. Er hatte Sorge, dass es zu spät für eine Organentnahme sein könnte, die seine Mutter verfügt hatte. Er wickelte die Tote in eine Decke, bedeckte ihre Augen und hielt ihren Kopf, damit sich die Fahrgäste nicht erschreckten.

Tratsch im Büro gut für die Firma. Chefs sollten die Kaffeepausen bloß nicht wegrationalisieren, heißt es in einer britischen Studie, die am Mittwoch in der "Times" veröffentlicht wurde. Für die Untersuchung der "Industrial Society" wurden 400 Arbeitnehmer befragt. Tratsch stärkt demnach das Zusammengehörigkeitsgefühl und grenzt das Team nach außen und gegen die Konkurrenz ab. "Tratsch ist der Zement, der Organisationen zusammenhält", sagte die Autorin der Studie, Judith Doyle. Er helfe den Beschäftigten auch dabei, Reaktionen ihres Chefs richtig vorherzusagen.

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