Welt : Notiert

Schlechte Zeiten, rote Lippen: Diesen Zusammenhang scheint der seit dem Sommer rapide gestiegene Absatz von Lippenstiften in den wirtschaftlich gebeutelten USA zu belegen. Wie der "Spiegel" berichtet, wurden in den USA seit August elf Prozent mehr Lippenstifte verkauft als im Vorjahreszeitraum. Das hohe Interesse habe die Rezession, die vorige Woche offiziell festgestellt wurde, vorweggenommen. "Wenn Frauen sich keine neuen Kleider mehr leisten können, greifen sie zum Lippenstift", sagte Leonard Lauder vom Kosmetikriesen Estée Lauder. Das Phänomen sei schon in den 20er Jahren und während der Rezession 1990 zu beobachten gewesen. Auch damals hätten die Frauen dem finanziellen Trübsinn mit schönen Lippen getrotzt.

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