Welt : Notiert

Die Polizei hat in der syrischen Hauptstadt Damaskus ein "Heinzelmännchen" aufgespürt, das 40 Tage lang unbemerkt im Haus einer siebenköpfigen Familie gelebt, gegessen, geputzt und gespült hatte. Wie die arabische Zeitung "Al-Hayat" am Sonntag berichtete, hatte sich der 20 Jahre alte Kamal, der in einem Waisenhaus aufgewachsen war, heimlich in das Haus der Familie in einem der besseren Viertel von Damaskus geschlichen und auf dem Speicher über der Küche sein Lager aufgeschlagen. Dort hörte der junge Mann jeden Tag, wie die Eltern und ihre fünf Kinder miteinander scherzten und stritten. "Ich wollte einfach zu einer Familie gehören und anständiges Essen bekommen", sagte Kamal nach seiner Festnahme. Jede Nacht kletterte er vom Speicher herunter, aß, was er finden konnte und spülte das Geschirr in der Küche. Dann putzte er den Boden. Nichts davon fiel der Familie auf. Nur die Mutter wunderte sich eines Tages, dass ihre Kinder auf einmal so viele eingelegte Gurken aßen. Eines Nachts, als Kamal gerade dabei war, die Küche zu putzen, kam plötzlich die 13 Jahre alte Tochter zur Tür herein. Sie fing laut an zu schreien, so dass ihr Vater kam und die Polizei rief. Diese nahm den Mann fest.

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