NPD in Sachsen-Anhalt : Rechtsextreme Zeitschrift an Schulen aufgetaucht

An Sekundar-und berufsbildenden Schulen in Sachsen-Anhalt sind vereinzelt Zeitungen der rechtsextremen NPD aufgetaucht. Einem Schüler, der die Aktion ablehnte, wurde Gewalt angetan. An Gymnasien ist bislang noch keine NPD-Zeitschrift augetaucht.

NPD
Verteilen Schülerzeitungen: Mitglieder der NPD. -Foto: dpa

MagdeburgIn Sachsen-Anhalt sind laut Innenministerium seit Anfang des Jahres an mindestens sechs Schulen Exemplare einer rechtsextremen Schülerzeitung des NPD-Nachwuchses verteilt worden. "Dies zeigt, dass die Jungen Nationaldemokraten aktiv sind, aber man sollte ihre Möglichkeiten auch nicht überschätzen", sagte Ministeriumssprecher Martin Krems. In Halle wandten die Verteiler der Zeitung Gewalt gegen einen Schüler an, der die Aktion ablehnte.

Laut Ministerium tauchten Exemplare der Zeitung der rechtsextremen NPD vor allem an Schulen in Halle, Quedlinburg, Köthen, Leuna und Staßfurt sowie zwei Mal in Brettin (Jerichower Land) auf. Die Zahl der festgestellten Zeitungen lag jeweils im einstelligen Bereich. Der Ministeriumssprecher wies darauf hin, dass die Zeitungen nach den bisherigen Erkenntnissen nur an Sekundar- und berufsbildenden Schulen verteilt worden seien. Das deute darauf hin, dass sich die NPD wenig Chancen ausrechne, Gymnasiasten von ihren Inhalten zu überzeugen. Das Kultusministerium hat die Schulen in Sachsen-Anhalt zu konsequentem Handeln gegen die Verteilung der Schülerzeitung aufgefordert.(sba/dpa)

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