Oberhausen : Bahn-Angestellter verhökert Schienen

Ein 36-jähriger Bahn-Angestellter aus Oberhausen hat rund 660 Meter Eisenbahnschienen illegal an einen Schrotthändler verkauft. Als Motiv gab der Mann finanzielle Probleme an.

Essen - Ein Bahnbediensteter in Oberhausen hat rund 40 Tonnen Eisenbahnschienen illegal aus ihrem Bett reißen lassen und an einen Schrotthändler verkauft. Wie die Bundespolizei in Essen mitteilte, ist der 36-Jährige geständig. Eine Firma hatte in seinem Auftrag in zwei Tagen rund 660 Meter Schienen einer ehemaligen Ladestraße am Bahnhof von Oberhausen in Nordrhein-Westfalen abgebaut. Sie lieferte den "Schrott" dann an den Altmetallhändler. Der Beschuldigte kassierte rund 7000 Euro aus dem Geschäft. Die Sache flog allerdings auf, weil einem leitenden Beamten der Bahn der ungewöhnliche Schwund der Schienen aufgefallen war.

Der Bahnmitarbeiter kam einer vorläufigen Festnahme durch die Bundespolizei zuvor, indem er sich selbst stellte. Er muss sich nun wegen Diebstahls und Unterschlagung verantworten. Als Motiv nannte er finanzielle Probleme. Die Bahn wies darauf hin, dass ein derartiger Diebstahl "zu erheblichen Störungen im Betriebsablauf der DB AG führen kann". Wegen der hohen Rohstoffpreise hat der Diebstahl von Altmetall zuletzt im ganzen Bundesgebiet zugenommen. (tso/AFP)

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