Österreich : Bei Massenkarambolage stirbt eine Frau

Bei einem Massencrash mit rund 60 Fahrzeugen sind am Dienstagmorgen in Österreich ein Mensch getötet und 30 verletzt worden. Die Feuerwehr musste mit schwerem Gerät anrücken. Eis- und Schneeglätte führten auch in Deutschland zu zahlreichen Unfällen. Einer davon endete tödlich.

Massencrash
Bei dem Unfall verkeilten sich dutzende Fahrzeuge. -Foto: dpa

Wien Der späte Wintereinbruch mit Eis und Schnee hat in Teilen Deutschlands und Österreichs für widrige Straßenverhältnisse gesorgt. Bei einer Massenkarambolage mit rund 60 Fahrzeugen auf der Autobahn 1 nahe Salzburg sind am Dienstag 37 Menschen verletzt worden. Sechs von ihnen erlitten nach Angaben des Roten Kreuzes schwere Verletzungen. Eine Frau kam ums Leben. Sie stammt nach ersten Erkenntnissen der Polizei entweder aus Spanien oder der Schweiz.

Bisher ist unklar, ob Deutsche unter den Verletzten sind. Hierzulande blieb es bei den Verkehrsunfällen meist bei Blechschäden. Besonders betroffen waren der Westen und Norden. Ein Kraftfahrer wurde allerdings getötet.

15 Personen aus PKW geschnitten

Die Karambolage in Oberösterreich hatte sich laut Polizei auf schneeglatter Fahrbahn am Vormittag bei Seewalchen ereignet. Auf einer Strecke von drei Kilometern Länge bildeten sich zwei Hauptunfallstellen. Zudem kam es zu mehreren kleineren Crashs mit Sachschaden. 15 Personen mussten aus ihren Fahrzeugen geschnitten werden.

Insgesamt versorgten rund 350 Einsatzkräfte die Verletzten und beseitigten die Schäden. 60 Rettungsfahrzeuge, drei Hubschrauber und zwei Großtransporter waren im Einsatz. Die Feuerwehr schickte 150 Kräfte und 26 Fahrzeuge. Die etwa 50 unverletzt gebliebenen Unfallbeteiligten wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut. Die Autobahn wurde für die Bergungsarbeiten in beide Richtungen total abgeriegelt. In Richtung Salzburg sollte die A 1 möglicherweise noch bis Mitternacht gesperrt bleiben.

Viele Unfälle auch in Deutschland

Schnee und Eis führten auch im Westen und Norden Deutschlands in der Nacht und im morgendlichen Berufsverkehr zu zahlreichen Unfällen mit mehreren Verletzten. Betroffen waren nach Polizeiangaben Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Das große Chaos blieb allerdings aus, meist habe es nur Blechschäden gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Auto- und Lastwagenfahrer hätten zumeist ihre Fahrweise den Bedingungen angepasst.

In Nordrhein-Westfalen kam ein 19-jähriger Autofahrer in Kalkar auf eisglatter Fahrbahn mit seinem Pkw ins Schleudern und prallte gegen einen Baum. Der Mann wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und erlitt so schwere Verletzungen, dass er in einem Krankenhaus starb. Im Kreis Paderborn kam es auf einer Landesstraße zu einer Kollision zwischen einem Kleintransporter und einem Lastwagen, bei der drei Menschen verletzt wurden. Den Angaben zufolge war der Bulli auf glatter Straße ins Schleudern gekommen und in den Gegenverkehr geraten. Dort kollidierte das Fahrzeug mit einem mit 25 Tonnen Lebensmitteln beladenen Laster.

LKW rutscht auf Gegenfahrbahn

Im Harz bei Bad Lauterberg rutschte ein Lkw von der spiegelglatten Straße in einen Graben. Für die Bergungsarbeiten einer Spezialfirma musste die B 243 rund eine Stunde gesperrt werden. Der Fahrer blieb unverletzt. Im schleswig-holsteinischen Appen kam ein Lkw-Fahrer am Morgen aufgrund von Glätte von der Fahrbahn ab. Sein Lkw rutschte in den Straßengraben.

Nach Angaben der Polizei musste bereits am Montagabend die A 45 an der Steigung des Autobahnkreuzes Olpe-Süd zeitweilig gesperrt werden, weil sich 15 Lkw auf schneeglatter Fahrbahn quergestellt hatten. In Rheinland-Pfalz waren vor allem die Eifel und der Hunsrück betroffen. Dort blieben auf den Autobahnen vereinzelt Lastwagen liegen. (mbo/ddp)

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