Österreich : Ein Deutscher und zwei Schweden von Lawinen begraben

Bei Lawinenunglücken in Österreich sind ein deutscher Skifahrer und zwei schwedische Snowboarder ums Leben gekommen. Ein 27-jähriger Berliner kam mit dem Schrecken davon.

Wien - Unter den Getöteten befand sich ein Skiläufer aus Wangen im Allgäu. Nach Angaben der Polizei starb der 24-jährige Deutsche, als am Mittag im Bereich Stierloch bei Lech am Arlberg (Vorarlberg) eine Lawine abging. Der junge Mann wurde außerhalb der gesicherten Skipiste von den Schneemassen mehr als einen Meter tief verschüttet. Nachkommende Skifahrer konnten das Opfer zwar bergen, den Mann jedoch nicht mehr retten.

Bereits zwei Stunden zuvor waren bei einem Lawinenabgang am Gampberg bei St. Anton am Arlberg zwei Schweden getötet und ein weiterer verletzt worden. Auch diese Drei hatten sich nach Angaben eines Polizeisprechers außerhalb der gesicherten Pisten aufgehalten, als sie von den Schneemassen überrascht wurden.

Der Gerettete fuhr weiter, ohne sich zu bedanken

Ein 27-jähriger Snowboarder aus Berlin wurde am Morgen am Mölltaler Gletscher in Kärnten von einer Lawine verschüttet. Er war mit einem Freund abseits der gesicherten Pisten unterwegs, als er ein Schneebrett lostrat, das ihn 300 Meter weit über extrem steiles Gelände mitriss und verschüttete. Nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA ragte nur noch die Hand des Mannes aus den Schneemassen. Sein Freund und Mitarbeiter der Gletscherbahnen befreiten ihn. Daraufhin habe der völlig unverletzte Mann sein Snowboard genommen und seine Fahrt ohne ein Wort des Dankes fortgesetzt.

Glück im Unglück hatte auch eine australische Snowboarder-Gruppe, die am Vormittag im Bereich Madloch/Stierloch bei Lech am Arlberg ebenfalls außerhalb der gesicherten Piste eine Lawine lostrat. Dabei wurde einer der Snowboarder komplett verschüttet. Er konnte jedoch von seinen Freunden schnell ausgegraben werden, weil er einen so genannten Lawinen-Piepser bei sich trug. Er erlitt einen Beinbruch. (tso/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar