Welt : Ötzi und der Fluch der alten Mumie

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Rom Die Legende vom „Fluch des Tutenchamun“ sorgt bis heute für Gänsehaut, waren doch mehrere Mitglieder des Ausgrabungsteams um den Briten Howard Carter kurz nach der Öffnung des Pharaonengrabes gestorben. Jetzt macht auch Ötzi von sich Reden: Sechs Menschen, die im Zusammenhang mit der Gletscherleiche standen, sind tot. Verbirgt sich hinter Ötzi ein grausiges Geheimnis, wie italienische Medien vermuten? Am Sonntag ist der Ötzi-Forscher Konrad Spindler im Alter von nur 66 Jahren gestorben ist. Die Nachrichtensprecherin des staatlichen Fernsehens RAI sprach vom „Fluch des Ötzi“. Etwas Makabres hat die Geschichte schon, hatte Spindler doch erst vor einem halben Jahr erklärt, der angebliche Fluch der Eismumie habe nur „Unterhaltungswert“. Scherzhaft hatte er hinzugefügt: „Werde ich dann der Nächste sein?“ Er wurde es. Zu den Männern, die im Dunstkreis von Ötzi starben, zählt auch der Finder der Gletschermumie, Helmut Simon. Er war im vergangenen Herbst bei einer Bergtour von einer Lawine getötet worden.

Weitere Gestorbene sind: Der Mumien-Gerichtsmediziner Rainer Henn, der bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam; der Bergführer Kurt Fritz, der Reinhold Messner zur Fundstelle begleitete und später bei einem Unglück in den Bergen starb; der Journalist Rainer Hölzl, der Ötzi filmte und einem Krebsleiden erlag; und schließlich ein Bergführer, der an der Suche nach dem verschollenen Ötzi-Finder Helmut Simon beteiligt war – und nur wenige Stunden nach dessen Beerdigung an einem Herzinfarkt starb. dpa

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