Olympia-Proteste : Festnahmen bei Fackellauf in Australien

Wieder wird der olympische Fackellauf von Protesten begleitet: In der australischen Hauptstadt Canberra nimmt die Polizei mehrere Menschen fest - viele davon Pro-China-Demonstranten.

CanberraBeim Fackellauf durch die australische Hauptstadt Canberra hat die Polizei am Donnerstag mehrere Menschen festgenommen. Die Polizei spach von mindestens vier Festnahmen vor Beginn des Fackellaufs. Dabei habe es sich um drei pro-chinesische und einen pro-tibetischen Demonstranten gehandelt. Zeugen sagten, es habe Rangeleien mit mindestens drei weiteren Demonstranten gegeben. Außerdem stritten sich die australische Polizei und die chinesischen Sicherheitsbegleiter des Fackellaufs, wer von ihnen für den Schutz der Läufer zuständig sei.

Mehrere tausend chinesische Befürworter von Pekings Tibet-Politik versammelten sich zu Beginn des Fackellaufs. Die pro-tibetischen Demonstranten waren wesentlich weniger. Nach Angaben des Rundfunks versuchten Aktivisten, Wasserflaschen und andere Wurfgeschosse auf die Fackelläufer und deren Begleitung zu werfen. Später ging eine chinesische Fahne in Flammen auf.

Die tibetischen Demonstranten riefen in Sprechchören "Schande über China!" und "Menschenrechte für Tibet!", die chinesischen "Stoppt die Lügen!" und "Für ein einiges China!" Die Grünen im australischen Parlament hatten einen Himmelsschreiber angeheuert, der mit seinem Flugzeug eine Rauchfahne mit den Worten "Freies Tibet" an den Himmel schrieb. Auf dem an einem anderen Flieger befestigten Banner hieß es: "Go Go Beijing Olympics". Die Olympischen Sommerspiele 2008 werden am 8. August in Peking eröffnet. (jam/AFP/dpa)



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