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Ombudsfrau : Sexismus bei Deutscher Bahn ein "Ausnahmethema"

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz sei bei der Deutschen Bahn "eher ein Ausnahmethema", sagte die Ombudsfrau des Konzerns, dem Tagesspiegel. In puncto Wertschätzung und Unternehmenskultur müsse die Deutsche Bahn aber noch aufholen.

Die Deutsche Bahn ist noch nicht da, wo sie hin will.
Die Deutsche Bahn ist noch nicht da, wo sie hin will.Foto: dpa

Bei der Deutschen Bahn ist sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz "eher ein Ausnahmethema", sagte Birgit Gantz-Rathmann, die Ombudsfrau des Konzerns, dem Berliner "Tagesspiegel am Sonntag". "Ich schätze, dass es in den vergangenen sechs Jahren vielleicht zehn Fälle waren", sagte sie. Pro Jahr wendeten sich rund 400 Mitarbeiter mit Problemen an sie, nur 20 Prozent davon seien Frauen.

Bei der Wertschätzung und der Unternehmenskultur sei der Konzern trotzdem "noch nicht da, wo wir hinwollen". Zu oft fehle die Zeit für den persönlichen Austausch. "Zuviel wird noch über Emails geregelt statt einfach mal bei einem Kollegen vorbeizugehen", sagte Gantz-Rathmann. Sie kritisierte zudem, dass die deutschen Konzerne noch nicht heterogen genug sind. "Die stark männlich geprägte Kultur, die auch bei der Bahn jahrzehntelang vorherrschte, ist nicht mehr zeitgemäß." (Tsp)

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