Organisierte Kriminalität : Atomschmuggler in Südafrika verhaftet

"Wie im Wilden Westen" hätten Polizisten und Schmuggler um sich geschossen, berichten Augenzeugen. Kurz vor Abschluss der Fußball-WM sind vier Kriminelle festgenommen worden. Ihr Schmuggelgut: Cäsium 137.

Nach einer wilden Schießerei mit der Polizei sind vier Atomschmuggler im WM-Gastgeberland Südafrika festgenommen worden. Vorausgegangen seien den Festnahmen monatelange Ermittlungen, berichtete am Samstag der „Saturday Star“. Auch Interpol sei eingeschaltet worden. Augenzeugen berichteten, die Schießerei auf einer Tankstelle in Pretoria sei „wie im Wilden Westen“ gewesen. Elitepolizisten hatten demnach am Vortag mit halbautomatischen Waffen um sich geschossen, Kunden und Tankwarte hätten sich in Panik auf den Boden geworfen. Ein Polizeisprecher bestätigte den Vorfall, der sich kurz vor Abschluss der Fußball-WM in Südafrika ereignete.

Bei den Festgenommenen wurde radioaktives Material beschlagnahmt, das den als vermeintliche Käufer aufgetretenen Polizisten für 45 Millionen Rand (umgerechnet 4,8 Millionen Euro) angeboten wurde. Die Ermittler gehen davon aus, dass der weitaus größere Teil davon noch nicht entdeckt worden ist.

Bei dem konfiszierten Material soll es sich ersten Erkenntnissen zufolge um Cäsium 137 handeln. Die Zeitung glaubt, dass das Material für den Bau einer sogenannten „schmutzigen Bombe“ genutzt werden kann, bei dem dem normalen Sprengstoff radioaktives Material beigemengt wird. Das Material wurde der nationalen Atomenergie-Behörde übergeben. (dpa)

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