Welt : Orkan "Lothar": Die Witterung hilft dem Borkenkäfer

Nach dem Orkan "Lothar" drohen den Waldbesitzern im Südwesten weitere Vermögenseinbußen: Eindringlich warnte der Präsident der Forstkammer Baden-Württemberg, Erich Bamberger, am Sonntag in Östringen vor der Gefahr des Borkenkäfer-Befalls. Auch Hansjörg Schröter von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg hält es für möglich, dass der Baumschädling schon im Sommer oder im Herbst, spätestens jedoch im kommenden Jahr vom Totholz in stehende Bestände wechseln könnte.

Der "rindenbrütende" Borkenkäfer nistet zwischen Kernholz und Rinde und unterbricht durch seine Fraßgänge den Saftfluss - es zeigt sich die charakteristische Braunfärbung der absterbenden Wipfel. Die "holzbrütende" Art frisst sich in den Stamm hinein; das Holz ist dann nur noch zum Verfeuern tauglich.

Wie schon nach den Sturmkatastrophen "Vivian" und "Wiebke" in den frühen 90er Jahren trete der "gefährliche Sekundärschädling" jetzt wieder als "Nutznießer des Leids der Waldbesitzer" auf, sagte Bamberger. Manchmal genüge schon eine kleine Fläche, auf der einige Bäume etwa durch Schneedruck umgeworfen seien, um eine Massenvermehrung der Tiere auszulösen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben