Welt : Ostern: Athletik: Schnelle Eier

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Eier sind bekanntlich nicht zum Fliegen gemacht, zuweilen werden sie trotzdem als Wurfgeschoss missbraucht. Die aerodynamischen Eigenschaften des Objekts sind denn auch nicht zu unterschätzen. Michael Nitsch vom Berliner Institut für Forschung und Entwicklung von Hochleistungssportgerät demonstriert das im Vergleich mit dem Tischtennisball: Angenommen beide wären gleich schwer und es gelänge, das Ei so zu stabilisieren, dass es mit dem stumpfen Ende voran fliegt, und noch einmal angenommen, man ließe beide so aus dem Fenster fallen, dann wäre das Ei zuerst unten. Das spitze Ende nämlich würde weniger bremsende Luftverwirbelungen hinter sich lassen als der Ball. Noch günstiger wäre es, wenn man die Tropfenform ein wenig verlängern würde.

Nitsch ist übrigens Projektleiter für die Abteilung Bobsport, Rennbobs erinnern nicht von ungefähr an Eier. Früher hat er sich mit dem Radsport beschäftigt, auch die windschlüpfrigen Helme der Zeitfahrer ähneln durchaus der Eiform.

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