Osterreiseverkehr : Riesenstaus auf der Straße

Das Osterwochenende begann für viele Urlauber im Stau. Auf der A12 ging schon am Gründonnerstag auf 50 Kilometern Länge nichts mehr. Am Karfreitag meldeten die Lagedienste mittags bundesweit 324 Kilometer Stau und stoppenden Verkehr.

Ostern wie immer: Stopp and Go auf deutschen Straßen.
Ostern wie immer: Stopp and Go auf deutschen Straßen.Foto: dapd

Der Osterreiseverkehr auf deutschen Straßen hat mit einem Mega-Stau östlich von Berlin begonnen. Erst war die Autobahn 12 vor der polnischen Grenze am Gründonnerstag für fast zwölf Stunden gesperrt, später standen Autos und Lastwagen dort in einem bis zu 50 Kilometer langen Stau. Vorausgegangen war ein schwerer Unfall mit drei Lastwagen.

Bundesweit meldeten die Lagedienste am Karfreitag dann Staus und stockenden Verkehr von vielen Fernstraßen. Insgesamt summierte sich die Länge der stehenden Autoschlangen auf den Autobahnen am Mittag auf mehr als 320 Kilometer, wie aus einer Übersicht des Deutschlandfunks hervorging. Allein auf den Strecken von Köln nach Münster und von Gera nach Dresden kamen die Fahrzeuge auf jeweils 20 Kilometern nur im Schritttempo voran. Da hatte sich die Lage auf der A12 schon weitgehend normalisiert.

Der Mega-Stau vom Vorabend war nach Polizeiangaben auf wenige Kilometer geschrumpft und fing in Frankfurt (Oder)-Süd an. "Der Stau ging relativ schnell zurück", hieß es aus dem Polizeipräsidium. Hingegen stockte der Verkehr am Freitagmorgen auf der Autobahn 10 in Westbrandenburg auf bis zu 16 Kilometer Länge.

Auf der A12 hatte die große Geduldsprobe für Auto- und Lastwagenfahrer schon in der Nacht zu Donnerstag begonnen. Gegen 1.30 Uhr war der Fahrer eines Lastwagens wohl aus Unachtsamkeit zwischen dem Grenzübergang und Frankfurt (Oder)-Mitte ungebremst auf einen vor ihm fahrenden Laster geprallt. Weil der Zusammenstoß so stark war, wurde der zweite Laster auf einen dritten geschoben. Die A12 war zunächst voll gesperrt, gegen 3.50 Uhr wurde der Verkehr immerhin in Richtung Berlin wieder freigegeben.

Es dauerte fast vier Stunden, bis der in seinem Führerhaus eingeklemmte Fahrer des ersten Lastwagens befreit und in ein Krankenhaus gebracht werden konnte. Er sei bei dem Unfall aber nicht lebensgefährlich verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Auf der Fahrbahn verteilte sich Wachs, weil der Unfall-Laster Kerzen geladen hatte. Die anderen beiden Lastwagen hatten Traktoren dabei - auch diese Fracht verrutschte. Eine Spezialfirma musste helfen.

Die Autobahn wurde erst gegen 13.00 Uhr in beiden Richtungen freigegeben. Weil die Unfallstelle noch voller Wachs war, durften Autos und Lastwagen dort zunächst nur Tempo 40 fahren. Der Stau wuchs von 30 auf zeitweise rund 50 Kilometer an. Mehrere Unfälle im stark zunehmenden Osterverkehr in Richtung Polen waren die Folge. Dort bremste zu allem Überfluss noch eine Baustelle hinter der polnischen Grenze den Verkehr, wie die Polizei erklärte. (dpa)

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