Ostwestfalen : Mann hält Polizei mit Bombendrohung in Atem

Im Landkreis Herford hat ein Mann gedroht, vor dem Amtsgericht der Kleinstadt Bünde eine Bombe zu zünden. Spezialkräfte der Polizei sperrten die Gegend um das Gebäude weiträumig ab. Was folgte, war ein stundenlanger Nervenkrieg.

Ralf Bux[ddp]

BündeDer Mann hatte sich am Vormittag vor dem Gerichtsgebäude in seinem Auto verschanzt. Am Nachmittag gelang es der Polizei, den 49-Jährigen zum Aufgeben zu überreden. Er wurde nach seiner Festnahme in die Psychiatrie eingewiesen.

Zum Motiv sagte ein Polizeisprecher, der Mann habe eine Gerichtsentscheidung gegen sich als Ungerechtigkeit empfunden. Er ist der Polizei wegen früherer Drohungen und Auseinandersetzungen mit Behörden bekannt und hat einen "Hass auf die Behörden" gehabt.

Ob der Mann tatsächlich im Besitz einer Bombe war, ist noch nicht geklärt. Es wurde ein Gegenstand sichergestellt, von dem noch nicht bekannt ist, ob er hätte explodieren können.

Der 49-Jährige hatte gegen elf Uhr sein Auto mitten auf der Straße vor dem Amtsgericht geparkt und sich darin verschanzt. Dadurch war die Polizei auf ihn aufmerksam geworden. Der Mann gab gegenüber den Beamten an, er habe eine Rohrbombe. Konkrete Forderungen stellte er jedoch nicht.

Die Polizei nahm die Drohung nach Angaben des Sprechers "sehr ernst" und ging davon aus, dass der Mann tatsächlich entschlossen war, sich in die Luft zu sprengen. Teile der Innenstadt wurden daraufhin mit einem Großaufgebot abgesperrt. Spezialeinsatzkräfte rückten an und Scharfschützen postierten sich auf umliegenden Dächern. Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Mannes wurden Abschiedsbriefe gefunden.

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