Pädophilie : Razzia wegen via Handy verbreiteter Kinderpornos

Die Polizei ist erstmals in einer bundesweiten Aktion gegen die Verbreitung von Kinderpornografie über Handys vorgegangen.

München - Bei einer am Donnerstag in elf Bundesländern durchgeführten Razzia seien bereits in einer ersten Sichtung mehrere Fälle von Verbreitung und Besitz der verbotenen Bilder nachgewiesen worden, teilte das federführende Bayerische Landeskriminalamt in München mit. Die Beschuldigten seien teilweise geständig. Insgesamt seien bei zwölf Tatverdächtigen Durchsuchungen durchgeführt worden. Die Beamten beschlagnahmten dabei vierzehn Handys, neun Computer, mehr als 400 DVDs und CD-Roms sowie 150 Videos.

Auslöser der Aktion war den Angaben zufolge ein Ermittlungsverfahren gegen einen 36-jährigen Mann aus Ingolstadt, auf dessen Handy die Polizei 120 gespeicherte MMS-Bilder mit kinderpornografischen Inhalten gefunden hatte. Auf dem Mobiltelefon seien 19 Rufnummern gefunden worden von Verdächtigen, mit denen der Ingolstädter zwischen Januar und Juli Bilder getauscht haben soll. Den Kontakt zueinander hätten die Verdächtigen über so genannte SMS-Charts aufrecht gehalten, in denen sie auch ihre Telefonnummern tauschten. (tso/AFP)

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