Welt : Pärchen erschossen im Imbiß aufgefunden - das Tatmotiv ist noch unklar

In Littleton im US-Bundesstaat Colorado sind erneut zwei Schüler der Columbine High School Opfer einer Gewalttat geworden. Zehn Monate nach dem Blutbad in der Schule, bei dem 15 Menschen starben, wurden am Montag ein 15-Jähriger und eine 16-Jährige erschossen in einem Schnellimbiss aufgefunden, in dem der Junge arbeitete. Die beiden Schulkameraden galten als unzertrennliches Pärchen.

Über das Motiv der Tat herrschte auch am Dienstag Unklarheit. Es wurde aber ausgeschlossen, dass es sich um einen Mord mit anschließendem Selbstmord handelt. Nach Medienberichten fahndet die Polizei nach einem etwa 20 Jahre alten Mann, der zur Tatzeit in der Nähe des Imbisses gesehen wurde.

Im April vergangenen Jahres hatten zwei Jugendliche in der High School 12 Mitschüler und einen Lehrer erschossen, bevor sie sich selbst das Leben nahmen. Viele der Schüler haben den Schock noch nicht überwunden und werden immer noch therapeutisch betreut.

Der Selbstmord einer Mutter, deren Sohn bei dem Schulmassaker in den Rücken getroffen wurde und der seitdem querschnittsgelähmt ist, hatte im Oktober erneut tiefe Betroffenheit ausgelöst. Auch in der vergangenen Woche wurde das Blutbad wieder in Erinnerung gerufen: Ein junger Mann aus Florida, der via Internet mit einem neuen Massaker in der Schule gedroht hatte, bekannte sich vor Gericht schuldig.

Als der Mord an dem jungen Pärchen am Montag bekannt wurde, verließen viele Schüler vorzeitig den Unterricht und versammelten sich vor dem Imbiss. Am Abend fand ein Gedenkgottesdienst statt.

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