Pakistan : 56 Tote durch Monsun-Regen

Mindestens 56 Menschen sind bei heftigen Monsun-Regen im Nordwesten Pakistans ums Leben gekommen. Wie Medien berichteten, war die Grenzregion zu Afghanistan besonders betroffen.

Islamabad Mindestens 56 Menschen sind bei heftigen Monsun-Regen im Nordwesten Pakistans ums Leben gekommen. Wie Medien berichteten, war die Grenzregion zu Afghanistan besonders betroffen. Die starken Regenfälle überschwemmten Felder und lösten Erdrutsche aus. Viele Dächer von Holzhäusern im Gebirge seien nach tagelangem Regen eingebrochen. In der Stadt Landikotal starben acht afghanische Flüchtlinge, als ihre Erdhütte zusammenfiel.

Die Behörden hätten die Menschen aufgefordert, sich aus der Nähe von Wasserläufen zurückzuziehen, da selbst kleinere Flüsse ungeheure Wassermassen führten. Vier Brücken wurden fortgespült. Von der wichtigsten Straße für den Verkehr zwischen Pakistan und Afghanistan brach ein Teilstück ein. Tausende von Lastwagen und Tankwagen strandeten im Gebirge.

Mehr als 400.000 Menschen obdachlos

Inzwischen begannen im Süden Pakistans, der vom Zyklon "Yemyin" getroffen worden war, die Aufräumarbeiten. Inoffiziell hieß es dort, mehr als 100 Menschen seien in dem Unwetter ums Leben gekommen. Die Behörden sprachen jedoch von 27 Toten. Etwa 200 Menschen hätten sich infolge des Wirbelsturms und der starken Regenfälle verletzt.

Pakistans Armee begann am Donnerstag mit einer groß angelegten Hilfsaktion. Allerdings behinderte das schlechte Wetter den Einsatz von Flugzeugen und Hubschraubern. In einige der betroffenen Gebiete konnten die Retter nicht vordringen, da Überschwemmungen die Straßen unpassierbar machten. Regionale Regierungsbehörden rechneten damit, dass mehr als 400.000 Menschen durch den Zyklon obdachlos wurden. (mit dpa)