Welt : Panik auf Mallorca – Flut überrollt Strände

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Die Touristen auf Mallorca bekamen in der Nacht zum Donnerstag einen gehörigen Schrecken. Ihre Hoteltürme fingen an zu wackeln, Teller und Gläser auf den Tischen vibrierten. Das schwere Erdbeben machte sich gegen 20 Uhr 45 Ortszeit auch auf den Balearen bemerkbar, wenn auch in stark abgeschwächter Form.

Viele Urlauber liefen besorgt auf die Straße. Fürchteten, dass die Erschütterungen noch schlimmer werden könnten. Aber niemand wurde, nach offiziellen Angaben, auf den Ferieninseln verletzt. Es gab jedoch schwere Sachschäden in den Häfen. Die Balearen liegen rund 350 Kilometer oder eine halbe Flugstunde von Nordalgerien entfernt. Das Beben wurde hier mit der Stärke vier auf der Richterskala registriert. In Algerien wütete das Beben mit einer Gewalt von 6,7 auf der nach oben offenen Messskala. Als Folge des Erdbebens hatte sich im Mittelmeer eine bis zu vier Meter hohe Flutwelle aufgetürmt, die immerhin noch in zwei Meter Höhe an den Küsten der Balearischen Inseln ankam. Hunderte Jachten wurden durch die Flutwelle gegeneinander gedrückt und erheblich ramponiert. Dutzende Schiffe versanken oder wurden auf die Mole geworfen.

Auch mussten einige Kapitäne aus Seenot gerettet werden. Die Flut überschwemmte sogar einige Straßen an den Küsten, riss einige parkende Autos mit und setzte Strandrestaurants unter Wasser. Die Riesenwelle kam und ging so überraschend, dass sogar tausende Fische an den Playas von Mallorca und den Nachbarinseln strandeten. Wenn sie Glück hatten wurden sie dann von Strandspaziergängern zurück ins Wasser befördert. ze

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