Papenburg : Riesen-Luxusliner verlässt Werft

Ein gigantischer Koloss ist von der Meyer Werft in Papenburg zu Wasser gelassen worden. Das Kreuzfahrtschiff "Celebrity Solstice" wartet mit einer luxuriösen Ausstattung auf, zum Beispiel einem Golfplatz mit echtem Rasen.

Kreuzfahrtschiff
Der Kreuzfahrtriese "Celebrity Solstice" geht auf die Reise. -Foto: dpa

PapenburgDas größte Kreuzfahrtschiff, das jemals in Deutschland gebaut wurde, hat am Sonntag das Baudock der Papenburger Meyer Werft verlassen. Vor mehreren tausend Schaulustigen wurde die "Celebrity Solstice" nach Angaben eines Werftsprechers langsam ins Hafenbecken gezogen. Der etwa 500 Millionen Euro teure Kreuzfahrtriese für die US-Reederei Celebrity Cruises ist 315 Meter lang und 36,8 Meter breit. Er bietet Platz für fast 2900 Passagiere in 1430 Kabinen.

"Das Schiff ist am Pier vertäut. Jetzt folgen noch zahlreiche Tests", sagte Peter Hackmann von der Meyer Werft am Sonntagmorgen. Am Ausrüstungskai sollen nun die restlichen Arbeiten an dem neuen Kreuzfahrtriesen verrichtet werden. An diesem Montag werden die beiden Schornsteine der "Celebrity Solstice" montiert. Die Überführung über die Ems ins niederländische Eemshaven ist für den 27. September geplant. Das elegante Schiff soll am 23. November zur Jungfernfahrt in die Karibik starten.

Balkons für die Kabinen, Theatersaal, Golfplatz

Es erreicht eine Geschwindigkeit von 24 Knoten (etwa 44 Kilometer pro Stunde). Rund 85 Prozent der Kabinen haben einen eigenen Balkon. "Es gibt einen Theatersaal für mehr als 1000 Gäste", sagte Hackmann. Auf dem obersten Schiffsdeck wird es einen echten Rasen geben, auf dem die Passagiere Golf, Boccia und Kricket spielen können. Außerdem haben sie die Wahl zwischen zehn verschiedenen Restaurants und vielen Geschäften.

Die Papenburger Werft baut zwei bis drei Luxusliner pro Jahr und ist bis Ende 2012 ausgelastet. 2007 hat sie eigenen Angaben zufolge mit rund 2500 fest angestellten Mitarbeitern etwa 800 Millionen Euro umgesetzt. Beim Bau der Kreuzfahrtschiffe sind etwa 1800 Lieferanten im Jahr beteiligt. (ut/dpa)

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