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Papst Franziskus feiert Ostermesse : "Friede für diese unsere Erde"

Vor Hunderttausenden Gläubigen hat Papst Franziskus in Rom seine erste Ostermesse zelebriert. In seiner Osterbotschaft forderte er einen neuen Geist der Versöhnung - und kritisierte die Konflikte in Mali, Syrien und auf der koreanischen Halbinsel.

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31.03.2013 11:34Franziskus erteilt den Gläubigen den Ostersegen.

Papst Franziskus hat in seiner Osterbotschaft Frieden für die ganze Welt und einen neuen Geist der Versöhnung verlangt. Vor Hunderttausenden Gläubigen kritisierte Franziskus am Sonntag auf dem Petersplatz nachdrücklich die Kriege und Konflikte in Syrien, Mali und auf der koreanischen Halbinsel. Der Friede in der Welt werde von einem Egoismus bedroht, der den Menschenhandel fortsetze, Gewalt in Drogenkriegen bedeute und die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen. „Friede für diese unsere Erde“, rief Franziskus den Menschen zu. Er bitte Jesus, Krieg in Frieden und Rache in Vergebung umzuwandeln.

Franziskus forderte in seiner Botschaft vom Balkon des Petersdomes aus vor allem Frieden zwischen Israelis und Palästinensern und „für das geschätzte Land Syrien, für seine von den Auseinandersetzungen geschlagene Bevölkerung und für die vielen Flüchtlinge.“ Wie viel Blut sei vergossen worden und wie viele Leiden müssten noch auferlegt werden, bevor dort eine politische Lösung der Krise gefunden werde, fragte Franziskus. Er erwähnte auch weitere afrikanischen Schauplätze blutiger Konflikte wie Nigeria, Kongo und Zentralafrika. Für Asien wünschte er einen neuen koreanischen Geist der Versöhnung.

Zu der Ostermesse auf dem Petersplatz hatten sich rund 200.000 Menschen aus aller Welt versammelt, um mit dem neuen Oberhaupt der katholischen Kirche die Auferstehung von Jesus Christus zu feiern. Franziskus zelebrierte die Messe unter einem roten Baldachin auf den Stufen des Petersdoms.

In der Osternacht hatte der Papst sich im Petersdom auch an die Ungläubigen und jene Katholiken gewandt, die sich von Gott entfernt haben. Diese sollten „einen Schritt nach vorn“ machen, und Gott werde sie „mit offenen Armen empfangen“, sagte das Kirchenoberhaupt am Samstagabend vor tausenden Gläubigen.

Franziskus war am 13. März zum Papst gewählt worden. Der 76-jährige Argentinier ist der erste Nicht-Europäer an der Spitze der katholischen Kirche seit fast 1300 Jahren. Sein deutscher Vorgänger Papst Benedikt XVI. war zurückgetreten. (AFP)

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