• Partner von „Schimanski“: „Zeit“-Magazin: Eberhard Feik war jahrelang Stasi-IM

Partner von „Schimanski“ : „Zeit“-Magazin: Eberhard Feik war jahrelang Stasi-IM

Der Schauspieler Eberhard Feik (1943-1994), bekannt als „Schimanski“-Partner Kommissar Christian Thanner, ist jahrelang von der Stasi als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) geführt worden, berichtet das „Zeit“-Magazin.

Partner von Schimansky. Eberhard Feik, hier mit Götz George, soll laut "Zeit"-Magazin für die Stasi gearbeitet haben.
Partner von Schimansky. Eberhard Feik, hier mit Götz George, soll laut "Zeit"-Magazin für die Stasi gearbeitet haben.Foto: imago

Der Schauspieler Eberhard Feik (1943-1994), bekannt als „Schimanski“-Partner Kommissar Christian Thanner, ist jahrelang von der Stasi als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) geführt worden. Feik und seine Ehefrau Anneli W. hätten von 1977 bis 1984 unter den Decknamen „Lear“ und „Queen“ gearbeitet, berichtet das „Zeit“-Magazin in seiner jüngsten Ausgabe (18. Dezember). Registriert waren sie unter der Nummer XV 2518/77 bei der Stasi-Auslandsabteilung HVA.

Konkret bespitzelt aber haben sie offenbar niemanden. 1981 drehte Feik den ersten „Tatort“ mit Götz George als Horst Schimanski in Duisburg, 1991 seinen letzten.
Die Witwe Feiks räumte ein, dass es in jenen Jahren mehrere Begegnungen mit Mitarbeitern der HVA gegeben hatte. Sie bestritt gegenüber dem „Zeit“-Magazin aber jegliche Arbeit für den DDR-Auslandsgeheimdienst. Der Kontakt zur Stasi habe begonnen, als das Ehepaar Mitte der 70er Jahre in Westberlin lebte. Feik gehörte damals zum Ensemble der Schaubühne am Halleschen Ufer unter Peter Stein. Seine Frau studierte an der Filmakademie dffb. Feik war zeitweise in linksradikalen Kreisen politisch aktiv, unter anderem in der DKP.
Nach Informationen aus den „Rosenholz“-Unterlagen war Feik als „Anlaufstelle“ zur Informationsübermittlung an Inoffizielle Mitarbeiter erfasst. Seine Frau war als „IM mit besonderen Aufgaben“ registriert, die die HVA zur Lancierung von Informationen in der Bundesrepublik nutzte. Details ihrer Tätigkeit ließen sich laut „Zeit“-Magazin trotz aufwendiger Recherchen nicht rekonstruieren.
Allerdings sei die IM-Akte der Feiks im Laufe der Jahre auf insgesamt drei Bände angewachsen, was auf eine intensivere Verbindung hindeutet. Im September 1984 wurde sie geschlossen. (epd)

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