Welt : "Party des Jahres": Auftritt eines Solostars

Anna Tomforde

Es war die "Party des Jahres": Alle wollten dabei sein, als William Windsor (18) am Mittwochabend seinen ersten großen Auftritt in der Londoner Gesellschaft hatte. Denn pikanterweise hatte der britische Presserat - wohl nicht ohne einen Wink aus dem Buckingham-Palast - zu seinem Jubiläumsfest außer William und seinen Vater, Prinz Charles (52), auch dessen Partnerin, Camilla Parker Bowles (53), geladen.

Es war das erste Mal, dass dieses Trio gemeinsam auf einer öffentlichen Veranstaltung zu sehen war. Aber wer auf ein "Familienfoto" gehofft hatte, wurde enttäuscht. William, so berichteten die Zeitungen am Donnerstag, habe sich erfolgreich und allein mit "small talk" durch die Reihen der 500 prominenten Gäste geschlagen. "Er war der Solostar", fand die "Mail".

Nicht ein einziges Mal hätten die drei zusammengestanden, berichteten die Blätter enttäuscht. "Entschuldigen Sie, dass wir dieses Bild gefälscht haben", unterschrieb der "Mirror" am Donnerstag eine Fotomontage von Camilla und William. Obwohl sich die beiden natürlich von Privatpartys und gemeinsamen Kreuzfahrten in der Karibik gut kennen, bleibe Williams Verhältnis zu der geschiedenen Camilla "reserviert", schrieb die "Times". In der Gesellschaft von Pop-Stars, Modeschöpfern, Fußballern und Medienmagnaten fühlte sich der oft als schüchtern beschriebene Teenager aber offenbar pudelwohl. Unter anderem geladen waren Fotomodell Claudia Schiffer, Modeschöpferin Donatella Versace, Ex-Spice Girl Geri Halliwell, Paul McCartney, der Fußballer-Filmstar Vinnie Jones und der Unternehmer Richard Branson.

Ob Fußball, Mode oder Pop, William hatte für jeden ein Wort. "Er war charmant", sagte die TV-Schauspielerin Liz Dawn. "Ich habe so viel von Diana in ihm gesehen." Die 24 Jahre alte, verheiratete Lady Victoria Hervey bedauerte nach der Begegnung mit William: "Ich bin leider zu alt für ihn." Dem konservativen Oppositionsführer William Hague machte es nach eigenem Bekunden gar nichts aus, "der zweitwichtigste William im Raum zu sein".

Nach Analyse der "Times" muss der Versuch des Königshauses, mit dem Auftritt auch die öffentliche Akzeptanz der Liaison von Camilla und Charles zu fördern, als Erfolg gewertet werden. "Es ist ein Schritt vorwärts auf dem vorsichtig zurecht gelegten Weg", kommentierte die Zeitung. Prinz William, so urteilte die britische "Mail", habe sein Debüt mit "Charme und Selbstvertrauen" bestanden.

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