Party-Spektakel : Berlusconi inszeniert Vulkanausbruch

Um seine Partygäste zu beeindrucken, scheut Italiens Ex-Ministerpräsident weder Kosten noch Mühen. Mit seiner neuesten Idee löste Silvio Berlusconi jedoch einen Feuerwehr-Einsatz aus.

Rom - Bei einem Fest im weitläufigen Park seiner Villa auf Sardinien ließ der im April abgewählte Politiker einen künstlichen Vulkanausbruch mitsamt Erdbeben, Feuerwerk und künstlichen Lavaströmen inszenieren, wie italienische Zeitungen berichteten. Das Spektakel war offenbar so realistisch, dass Anwohner an einen Brand glaubten und die Feuerwehr riefen. Berlusconis Sicherheitsleute hätten den mit heulenden Sirenen angerückten Einsatzkräften erklärt, dass es sich nur um ein Fest handele.

Zwischen Tanz und Karaoke habe Berlusconi zudem seine Rückkehr an die Macht in Aussicht gestellt, hieß es in den Zeitungsberichten weiter. Er nehme die Rolle als Oppositionschef ernst und werde die Interessen seiner großen Anhängerschaft weiter verteidigen, sagte er demnach.

Auf Berlusconis Anwesen auf der Insel Sardinien steht eine Villa mit 27 Zimmern. Hier empfing der Politiker und Medienunternehmer unter anderem den russischen Präsidenten Wladimir Putin, den britischen Premierminister Tony Blair und Spaniens früheren Regierungschef José Maria Aznar. In dem 60 Hektar großen Park der Ferienresidenz hat sich der reichste Mann Italiens ein Amphitheater im römischen Stil, einen Kaktusgarten, ein Schwimmbad und einen See anlegen lassen. Zudem hatte Berlusconi für die Errichtung eines Hügels tonnenweise Erde aufschütten lassen. (tso/AFP)

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