• Passagiere der „Explorer“ sitzen fest Wetterlage verhindert Rückkehr aus Antarktis

Welt : Passagiere der „Explorer“ sitzen fest Wetterlage verhindert Rückkehr aus Antarktis

Santiago - Nach dem Untergang des Kreuzfahrtschiffes „MV Explorer“ haben die geretteten Passagiere am Samstag in der Antarktis auf ihre Rückkehr in die Heimat gewartet. Schlechtes Wetter machte es nach Angaben der chilenischen Armee unmöglich, die 154 Schiffbrüchigen per Flugzeug von den beiden Militärstützpunkten abzuholen, in denen sie die Nacht verbracht hatten. Ihr Schiff hatte am Freitag einen Eisberg gerammt und war untergegangen. Die Insassen wurden von einem norwegischen Schiff gerettet.

Das Besatzungsmitglied Andrea Salas sagte dem argentinischen Radiosender „Continental“, sie habe nach Mitternacht mit Kollegen in der Bar etwas getrunken, als plötzlich nasse Passagiere aus den unteren Kabinen gekommen seien und Alarm geschlagen hätten. Nachdem die „MV Explorer“ leck geschlagen war, mussten die Schiffbrüchigen stundenlang in Schlauchbooten ausharren. „Es war windig und sehr kalt, wir waren durchnässt von den Wellen“, sagte Salas. Es habe drei bis vier Stunden gedauert, bis ein norwegisches Boot sie schließlich aufgenommen habe.

Der kandadische Reiseveranstalter G.A.P Adventures teilte mit, die Evakuierung sei problemlos verlaufen. Die Passagiere hätten mehrere Stunden zum Verlassen des sinkenden Schiffes gehabt, während das eindringende Wasser aus dem Kielraum gepumpt worden sei. Zudem hätten die Passagiere am ersten Tag der Kreuzfahrt alle ein Evakuierungstraining absolviert. Experten hatten kritisiert, das 1969 erbaute, unter liberianischer Flagge fahrende Schiff sei in einem schlechten Zustand gewesen, Außerdem hätten Rettungspläne gefehlt. Nach dem Sinken des Schiffes am Freitagabend war aus dem Wrack Öl ausgelaufen und hatte einen 20 mal 180 Meter großen Ölteppich auf der Meeresoberfläche gebildet. AFP

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