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Passagiere sitzen fest : Frankfurter Flughafen wegen Schnee geschlossen

Wegen des dichten Schneetreibens schließt der Frankfurter Flughafen vorübergehend. Bis 13.30 Uhr werden an dem Airport keine Flugzeuge mehr starten oder landen. Die Passagiere sitzen fest.

Schnee am Flughafen Frankfurt.
Schnee am Flughafen Frankfurt.Foto: dpa

Nach heftigen Schneefällen ist am Dienstag der größte deutsche Flughafen in Frankfurt am Main vorrübergehend geschlossen worden. Bereits am Morgen waren wegen verschneiter Landebahnen Hunderte Flüge ausgefallen. Nach Angaben der Fraport AG sollte der Flugverkehr voraussichtlich gegen 13.30 Uhr wieder aufgenommen werden. Dann sollten die Schneefälle aufhören. Die Arbeitsfahrzeuge seien mit dem Räumen nicht nachgekommen.
Der „Märzwinter“ lässt Deutschland und weite Teile Europas auch in den kommenden Tagen nicht los. Schnee und Eiseskälte sind am Dienstag in der Mitte des Landes angekommen und ziehen nach Angaben von Meteorologen in den kommenden Tagen weiter nach Süden.

Auf Autobahnen und Straßen vor allem in Hessen und Nordrhein-Westfalen kam es zu schweren Autounfällen und kilometerlangen Staus. In Berlin legten Schnee und Eis den S-Bahn-Verkehr teilweise lahm. Mehrere Schulen in Hessen gaben ihren Schülern schneefrei. In Frankreich schneiten Hunderte Autofahrer auf einer Nationalstraße im Nordwesten ein.

Bei einer Karambolage auf einer Landstraße nahe Bornheim in Nordrhein-Westfalen wurden vier Menschen teils schwer verletzt. Vier Autos waren hier nach Polizeiangaben am Montagabend auf schneebedeckter Fahrbahn ineinander gekracht. Im Oberbergischen Kreis wurden eine 37-Jährige und ihr 14 Jahre alter Sohn schwer verletzt.

Im hessischen Stadtallendorf kam bei einem Glätteunfall ein Autofahrer ums Leben. Ein 30 Jahre alter Mann wurde in Trendelburg bei Kassel bei einem Autounfall schwer verletzt, als sein Fahrzeug in der Nacht zu Dienstag in einer Kurve von der glatten Straße rutschte, wie die Polizei mitteilte. In Rheinland-Pfalz wurden mehrere Menschen bei Unfällen leicht verletzt.

Im Norden beruhigte sich die Lage dagegen etwas. Zwar kam es in Schleswig-Holstein bei Schnee und Eis zu hunderten Unfällen. Meist blieb es aber bei Blechschäden, teilte die Polizei in Lübeck mit. Die große Unfallwelle sei ausgeblieben. Auch der Schulbetrieb im nördlichsten Bundesland lief wieder planmäßig, ebenso in Mecklenburg-Vorpommern. „Die Straßen sehen inzwischen deutlich besser aus als am Vortag“, sagte eine Sprecherin in Schwerin. In Berlin führten Schnee und Eis zu Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr.

Heftige Schneefälle hatten bereits am Montagabend zahlreiche Autofahrer im Nordwesten Frankreichs überrascht. Mehrere hundert Menschen wurden auf der Nationalstraße 13 zwischen Saint-Joseph und Cherbourg mit ihren Autos eingeschneit. Die zuständige Präfektur des Départements Manche in der Normandie appellierte über ihre Facebook-Seite an Bewohner der Region, den „Schiffbrüchigen der Straße“, wo immer möglich, Hilfe zukommen zu lassen.

Skiliftbetreiber in Hessen können angesichts des Neuschnees von bis zu 20 Zentimetern die Saison verlängern. Wie Jörg Wilke im nordhessischen Willingen sagte, sind die Bedingungen sehr gut, die Pisten in Top-Zustand und an den Liften gibt es so gut wie keine Wartezeiten. Auf den Pisten in Hessen größtem Skigebiet lägen 70 bis 80 Zentimeter Schnee. Bis zur kommenden Woche können die Abfahrer auch abends unter Flutlicht die Hänge hinabfahren.

Meteorologen sehen noch keine Aussicht auf Frühling: Der „Märzwinter“ breitet sich in ganz Deutschland aus. Am Dienstag bekamen der Westen und die Mitte eine kräftige Ladung Schnee ab, im Norden herrschten durchweg Minustemperaturen, nur im Süden zeigte das Thermometer immer noch Plusgrade. Auch dort zieht im Laufe der Woche Frost ein. Am Wochenende erwarten die Meteorologen eine leichte Milderung. Von „Märzwinter“ sprechen die Meteorologen, wenn ein Kälteeinbruch den Frühling im März noch einmal ausbremst. „Das ist gar nicht so selten“, sagte Meteorologe Thomas Ruppert vom Deutschen Wetterdienst. (dpa)

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