Welt : Penelope Cruz und Marcel Reich-Ranicki

Penelope Cruz (26), Filmstar aus Spanien, misst ihrer Schönheit keine besondere Bedeutung zu. "Ich hasse Frauen, die toll aussehen und die ganze Zeit über ihr Aussehen jammern", sagte sie dem "Spiegel". Sie halte sich selbst nicht für eine Schönheit, aber sie fühle sich in ihrer Haut sehr wohl. "Schönheit wird in unserer Gesellschaft viel zu wichtig genommen, sagte Cruz, die durch ihre Rolle in Pedro Almodovars Film "Alles über meine Mutter" berühmt wurde. Zur Zeit werde sie ständig verfolgt, weil die Medien ihr eine Affäre mit dem US-Schauspieler Matt Damon andichten wollten. Beide seien aber nur gute Freunde, versicherte Cruz.

Der Erfolg seiner Autobiographie hat den Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki nach eigenen Angaben "sprachlos" gemacht. Er habe seinen Verleger gebeten, auf keinen Fall mehr als 50 000 Exemplare zu drucken, und geglaubt, die Hälfte werde ohnehin liegen bleiben, sagte er "Welt am Sonntag". Tatsächlich sei das Buch "Mein Leben" bereits mehr als eine halbe Million Mal verkauft worden. "Ich will nicht verheimlichen, dass ich bei dem jetzigen Erfolg daran denken musste, dass mir im Laufe der Jahre und Jahrzehnte gewisse deutsche Schriftsteller - ich meine vor allem Günter Grass und Martin Walser - gern sagten, ich sei völlig abhängig von ihnen. Wenn sie nichts produzierten, könne ich nichts machen. Ich könne nur über die Bücher anderer schreiben", sagte der fast 80-Jährige. Als er das Buch geschrieben habe, habe er sich im Stillen auch gedacht: "Vielleicht bekomme ich eine Postkarte von Grass oder Walser in dem Sinne: Sie sind ein schrecklicher Mensch, Sie haben uns Unrecht getan. Aber das, was Sie da geschrieben haben, ist nicht so schlecht", erzählte er. Es sei aber keine einzige gekommen. Stattdessen sei ihm der Satz eines dieser hinterbracht worden: "Er hat viele Jahre lang über unsere Bücher genörgelt und uns das Geschäft verdorben. Und jetzt hat er uns auch noch die Leser weggenommen."

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