Welt : Philip Morris will Zigarettenfabriken bei Krebs-Beweis schließen

Konzernaktie verliert nach dieser Ankündigung 2,6 Prozent an Wert MIAMI (AFP).Der Chef des weltgrößten Tabakkonzerns Philip Morris ist offenbar bereit, die Produktion von Zigaretten einzustellen, falls "seine eigenen Wissenschaftler" nachweisen, daß Rauchen krebserregend ist.Das sagte Geoffrey Bible bei einer auf Video aufgezeichneten Zeugenaussage, die am Donnerstag abend im US-Fernsehen gesendet wurde.Der Aktienwert von Philip Morris sank daraufhin in New York um 2,6 Prozent. Auf dem Video wird der Philip-Morris-Chef durch den Anwalt Ron Motley befragt.Auf Motleys Frage, ob es möglich sei, daß ein Mensch durch die Folgen des Tabaks sterbe, antwortete Bible: "Das ist möglich".Bible reagierte offenbar auf die in den USA seit Jahren laufenden Prozesse, bei denen erkrankte Raucher Schadenersatz von der Tabakindustrie fordern.Der Bundesstaat Florida klagt um den Ersatz von Behandlungskosten für kranke Raucher in Höhe von umgerechnet 22,5 Millionen Mark. Im Juni hatten sich Zigarettenfirmen und die Justizbehörden von 37 Bundesstaaten nach langem Rechtsstreit darauf geeinigt, daß die Hersteller über 25 Jahre insgesamt 664 Milliarden Mark zahlen, um die Folgekosten des Rauchens für die Steuerzahler zu verringern.Unterdessen bewies eine Studie der Universität von Pittsburgh erneut, daß Rauchen das Lungenkrebsrisiko erhöht.

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