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Philippinen : Geiselnehmer in Manila ist tot

Der Geiselnehmer in der philippinischen Hauptstadt Manila ist nach TV-Berichten von Polizisten erschossen worden. Der Mann hatte zuletzt 15 Menschen in einem Reisebus in seiner Gewalt.

Die Polizei versucht, die Tür des Busses zu öffnen.
Die Polizei versucht, die Tür des Busses zu öffnen.Foto: AFP

Mindestens vier der Geiseln sollen überlebt haben, der Fahrer hatte bereits vor dem Eingreifen der Spezialkräfte flüchten können. Wie viele Menschen von dem Kidnapper erschossen wurden, ist noch unklar. Helfer trugen am Abend schwer verletzte oder tote Menschen aus dem Bus. Im Fernsehen war zudem zu sehen, wie Rettungsfahrzeuge zum Bus fuhren.

Zuvor hatten Spezialkräfte den mehr als zehn Stunden lang gekaperten Bus umstellt und belagert. Ein mit einem Sturmgewehr bewaffneter Ex-Polizist hatte dort zunächst insgesamt 25 Menschen in seiner Gewalt. Neun Menschen, darunter mehrere Kinder, ließ er frei. Die Touristen stammten aus Hongkong.

Spezialkräfte stürmten schließlich den gekaperten Touristenbus. Dem Radiosender Mindanao Network hatte der Geiselnehmer zuvor in einer Live-Sendung gesagt, er habe "zwei Chinesen" erschossen und werde alle Geiseln töten, wenn die Polizei seine Forderungen nicht erfülle.

Der Mann sei im Januar wegen schweren Fehlverhaltens aus dem Dienst entlassen worden, sagte ein Polizeisprecher. Er habe nichts falsch gemacht und wolle wieder eingestellt werden, die Verantwortlichen sollten seinen Fall prüfen, forderte der Geiselnehmer bei den Verhandlungen. (dpa/AFP)

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