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Philippinen : Taifun Nock-Ten treibt mehr als 200.000 Menschen in die Flucht

Viele Philippiner verbringen die Weihnachtsfeiertage in Notunterkünften. Ein Wirbelsturm fegt über die Inseln, am Montag soll er die Hauptstadt Manila erreichen.

Nur mit wenigen Habseligkeiten haben diese Menschen ihre Häuser verlassen.
Nur mit wenigen Habseligkeiten haben diese Menschen ihre Häuser verlassen.Foto: dpa

Der Taifun Nock-Ten ist am Abend des ersten Weihnachtstags in den östlichen Philippinen auf Land getroffen. Mehr als 200.000 Menschen brachten sich vor dem Sturm mit Orkanböen mit mehr als 200 Stundenkilometern in Sicherheit. Die Wetterbehörde rief für 38 Provinzen eine Sturmwarnung aus. Nock-Ten soll die Hauptstadt Manila am Montag erreichen.

Nock-Ten erreichte bei der Stadt Bato in der Provinz Catanduanes das Festland. Bisher wurden bereits konstante Windgeschwindigkeiten von 185 Stundenkilometern gemessen, einzelne Orkanböen erreichten Spitzengeschwindigkeiten von 225 Stundenkilometern. Für die Küstengebiete sagte die Wetterbehörde bis zu 2,5 Meter hohe Wellen voraus, einige Provinzen waren ohne Strom. Erdrutsche und umgestürzte Bäume machten Straßen unpassierbar.

Die Bevölkerung wurde von den Behörden aufgefordert, die bedrohten Gebiete zu verlassen und im Landesinneren Schutz zu suchen. In der Provinz Camarines Sur haben nach Behördenangaben bereits 101.000 Menschen die Notunterkünfte aufgesucht. Provinzgouverneur Miguel Villafuerte versprach den Menschen Schweinebraten, damit sie auch in den Notunterkünften Weihnachten feiern können. „Ich weiß, es ist Weihnachten, aber das ist ein richtiger Taifun, bitte evakuieren Sie“, schrieb er auf Twitter.

In der Provinz Albay hatten bereits 92.000 Menschen die Nacht in den Notquartieren oder bei Freunden und Verwandten verbracht, in Camarines Sur waren es knapp 19.000. Schon jetzt sitzen mehr als 13.000 Menschen in Häfen und an Flughäfen fest, da Fährverbindungen wegen rauer See eingestellt wurden. Der Taifun soll bis Mittwoch über den südostasiatischen Inselstaat hinwegziehen.

Die Philippinen werden regelmäßig von heftigen Stürmen heimgesucht. Im Jahresdurchschnitt gibt es rund 20 starke Taifune. Im November waren bei dem Super-Taifun "Haiyan" 7350 Menschen auf den Philippinen ums Leben gekommen. Ganze Städte wurden zerstört. (AFP/dpa)

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