Piraten vor Somalia : Malaysischer Tanker wieder frei

Der gekaperte malaysische Öltanker ist nicht mehr in der Hand der somalischen Piraten. Es soll ein Lösegeld von zwei Millionen Doller geflossen sein.

Kuala LumpurSomalische Piraten haben einen Ende August gekaperten malaysischen Öltanker und seine 41-köpfige Besatzung freigegeben. Dies teilte der malaysische Ministerpräsident Abdullah Ahmad Badawi am späten Sonntagabend in Kuala Lumpur mit. Der Politiker äußerte sich nicht zu den Umständen der Freilassung. Die Zeitung "New Straits Times" berichtete unterdessen, dass ein Lösegeld von zwei Millionen Dollar gezahlt worden sei. Der Tanker war am 29. August im Golf von Aden vor der Küste Jemens von den Piraten überfallen worden.

Die somalische Küste gilt wegen der zahlreichen Piratenüberfälle als eines der gefährlichsten Gewässer für die internationale Schifffahrt. Derzeit befinden sich mehr als ein Dutzend Schiffe in der Gewalt von Seeräubern, die mit Schnellbooten und automatischen Waffen ausgerüstet sind. Darunter ist auch ein ukrainisches Frachtschiff mit 30 Kampfpanzern an Bord.

Die somalische Regierung unterhält keine Marine und ist gegen das Treiben der Piraten machtlos. UN-Schätzungen zufolge erpressen die Piraten jährlich etwa 100 Millionen Dollar Lösegeld. Der UN- Sicherheitsrat hatte Anfang Juni alle Staaten ermächtigt, auch in somalischen Hoheitsgewässern gegen Piraten vorzugehen. Zuletzt überfielen Piraten auch einen Frachter einer Bremer Reederei sowie das Segelboot eines deutschen Paares. Die beiden Urlauber waren mehrere Tage in ihrer Gewalt. (mbo/dpa)

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