• „Pistol“ und „Boo“: Johnny Depps Hunde bleiben ein Fall für die australische Justiz

„Pistol“ und „Boo“ : Johnny Depps Hunde bleiben ein Fall für die australische Justiz

Es klingt nach einer Lappalie, doch der australischen Justiz ist es bitterernst: Wegen der illegalen Einfuhr von „Pistol“ und „Boo“ droht Johnny Depps Frau eine harte Strafe.

Amber Heard und ihr Mann Johnny Depp im September 2015 in Italien. dpa
Amber Heard und ihr Mann Johnny Depp im September 2015 in Italien.Foto: dpa

Die beiden Terrier von US-Schauspieler Johnny Depp bleiben ein Fall für die Gerichte. Depp und seine Frau Amber Heard hatten die Terrier Pistol und Boo im Frühjahr zu Dreharbeiten mit nach Australien gebracht und ignoriert, dass das Land strikte Quarantänevorschriften für Tiere hat.

Heard wurde als Halterin wegen illegaler Einfuhr der Vierbeiner angeklagt. Am Montag vertagte das Gericht in Southport an der Ostküste das Verfahren auf Antrag der Verteidigung erneut, wie Medien berichteten. Die nächste Anhörung soll jetzt am 7. Dezember sein. Heard selbst erschien wieder nicht vor Gericht. Der Fall hatte im April Schlagzeilen gemacht, weil viele Depp-Fans und Tierliebhaber die Reaktion des australischen Agrarministers empörte: Barnaby Joyce drohte, die Hunde einschläfern zu lassen, sollten sie nicht umgehend außer Landes gebracht werden.

Depp und Heard ließen die Hunde umgehend ausfliegen. Der abgelegene Kontinent hat eine einzigartige Flora und Fauna und deshalb strikte Einfuhrregeln. Die Australier fürchten, dass Tiere Bakterien oder Keime einschleppen könnten, gegen die die heimischen Arten nicht gewappnet sind. Dass Australien es ernst damit meint, zeigen auch die drakonischen Strafen: Heard könnte bei einem Schuldspruch theoretisch zu zehn Jahren Haft und einer hohen Geldstrafe verurteilt werden.

Dass sie nicht vorhat, schnell wieder nach Australien zu kommen, hat Amber Heard bereits vor Monaten erklärt. Im australischen Fernsehen sagte sie: „Ich habe das Gefühl, dass wir Down Under künftig meiden werden so sehr wir können, dank gewisser Politiker.“ (dpa)

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