Welt : Plätzchen für die Presse

Das Ehepaar Blair zu Besuch bei den Clintons im Weißen Haus WASHINGTON (AP/AFP/dpa).Mit Prominenz aus der Musik- und Filmbranche hat US-Präsident Bill Clinton zu Ehren des britischen Premierministers Tony Blair am Donnerstag ein festliches Abendessen in Washington gegeben.Höhepunkt für die 240 ins Weiße Haus geladenen Gäste war ein gemeinsamer Auftritt von Elton John und Stevie Wonder. Mit gegrilltem Lachsfilet und Honig-Mangold-Huhn verwöhnen ließen sich außerdem die Schauspieler Harrison Ford und Tom Hanks, die Entertainerin Barbara Streisand und Starregisseur Steven Spielberg.Streisand ließ es sich nicht nehmen, Clinton bei dieser Gelegenheit gegen die Anschuldigung in der "Lewinsky Affaire" in Schutz zu nehmen."Wir haben ihn zum Präsidenten gewählt und nicht zum Papst".Blair sagte später unter starkem Beifall an die Adresse Clintons gerichtet: "Ich weiß, ich bin in meiner Unterstützung für Sie nicht allein." Doch Blair zeigte nicht mit den Leistungen des US-Präsidenten zufrieden, sondern äußerte sich auch begeistert über seine Unterbringung.Beim Besuch einer Schule am Rande der US-Hauptstadt sagte er am Donnerstag: "Mein Name ist Tony Blair.Ich bin hier in der Montgomery Blair High School.Ich wohne momentan gegenüber dem Weißen Haus an einem Ort namens Blair House.Ich fühle mich hier irgendwie zu Hause". Daß die Clintons wegen der Berichte über die angebliche Affäre mit der ehemaligen Praktikantin Monica Lewinsky gegen die US-Medien keinen übermäßigen Groll hegen, zeigte die Gästeliste am Donnerstag Abend: Geladen waren auch Journalisten verschiedener Fernsehsender, Nachrichtenmagazine und Tageszeitungen.Hillary Clinton ordnete sogar an, daß den arbeitenden Journalisten im Presseraum des Weißen Hauses Plätzchen gebracht wurden. Mit einer ausdrücklich "sexskandal-freien" Ausgabe hat derweil die Regionalzeitung "The State Journal-Register" in Springfield / Illinois Furore gemacht.Das Blatt kam am Mittwoch tatsächlich ohne einen einzigen Artikel über die angebliche Sexaffäre von Präsident Bill Clinton heraus.

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