Plötzlicher Nebel : Absturzursache bestätigt

Plötzliche schlechte Sicht hat den Flugzeugabsturz am Mittwoch in Nepal am Flughafen Lukla verursacht. Das bestätigen nun offizielle Quellen. Zur Identifizierung der zwölf deutschen Opfer ist ein deutscher Flugunfallexperte nach Nepal gereist.

Nepal Absturz
Heftiger Nebel führte zum Absturz der Maschine. -Foto: dpa

Kathmandu"Das Flugzeug stürzte aufgrund schlechter Sicht ab", bestätigte Flughafensprecher Mohan Adhikari am Donnerstag. Das Wetter am Flughafen Lukla ändere sich ständig. Piloten brauchen aber fünf Kilometer Sicht, um auf der nur 550 Meter kurzen Piste im Himalaja zu landen, erklärte Adhikari. "Als die Maschine in Kathmandu startete, herrschte gute Sicht in Lukla. Aber 40 Minuten später, als sie zum Landen ansetzte, hatte sich die Sicht rasant verschlechtert", so der Flughafensprecher.

Weil bereits zuvor zwei Flugzeuge in Lukla gelandet waren, sei der Pilot wahrscheinlich davon ausgegangen, dass eine Landung gelingen würde. Das Flugzeug stieß jedoch gegen den Felsen und ging auf dem Rollfeld in Flammen auf.  "Als die Maschine gerade zur Landung ansetzte, kam plötzlich starker Nebel von unten auf. Das Flugzeug verschwand darin und kurz darauf hörten wir einen lauten Knall", berichtet Suraj Kunwar, ein Journalist und Augenzeuge.

Bei dem Absturz der Maschine der Yeti Airlines auf dem in knapp 3000 Meter Höhe gelegenen Flughafen Lukla in Nepal waren am Mittwoch 18 Menschen ums Leben gekommen, davon zwölf Deutsche. Die Deutschen waren in einer Trekkinggruppe unterwegs, die vom Münchner Veranstalter "Hauser Exkursionen" organisiert wurde. Die anderen Opfer sind zwei Australier und vier Nepalesen, darunter der Kopilot und eine Stewardess. Der verletzte Flugkapitän wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Um die deutschen Opfer zu identifizieren ist ein deutscher Flugunfallexperte aus Braunschweig auf dem Weg nach Nepal, bestätigte die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung. Die Körper der Toten wurden in die Hauptstadt Kathmandu gebracht. Die Identifizierung könne noch mehrere Tage dauern, teilte das Auswärtige Amt in Berlin mit. (ut/AFP/dpa)

Beim Auswärtigen Amt können sich Betroffene informieren: 030-5000-2000 oder 03018-17-2000

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