Welt : Poesie und Penis-Monolog

Gottschalk löste Wettschuld ein und las Bohlen und Heine

Volker Eckert

Heinrich Heine und Dieter Bohlen, das klingt wie Alice Schwarzer und Verona Feldbusch – passt nicht, geht aber. Das fröhliche Miteinander von Poesie und Penis-Monolog hat am Donnerstag Thomas Gottschalk möglich gemacht, in einem überfüllten Hörsaal der Düsseldorfer Uni. Der Showmaster löste eine Wettschuld aus der letzten „Wetten, dass“-Sendung ein und las aus Bohlens Autobiografie „Nichts als die Wahrheit“.

Unter dem Jubel von rund 1000 Studenten zitierte Gottschalk eine Passage über Bohlens erstes Zusammentreffen mit seiner Kurzzeit-Ehefrau Verona Feldbusch. „Ihr Busen war hochgequetscht wie zwei Knödel. Schade, dass ich keine Gabel dabei hatte“, schreibt der Pop-Produzent. Zu Passagen über Naddel sagte Gottschalk: „Wenn ich mit einer Frau jahrelang zusammengelebt habe, kann ich sowas nicht schreiben." Dann konterte er mit Heine: „Hast Du vertrauten Umgang mit Damen, schweig Freundchen stille und nenn keine Namen...“

Gottschalk ließ sich auch von Störungen wie Transparenten gegen Studiengebühren nicht aus der Ruhe bringen und forderte nach der Lesung Fragen der Zuhörer, „gerne auch Akademisches, ob Britney Spears wirklich Nägel beißt oder was auch immer." Dann dozierte er über die harten Seiten des Showgeschäfts, reich und berühmt hieße nicht glücklich sein: „Britney Spears hat mit 40 einen Psychiater zu Hause.“ Er selbst bekomme Ärger mit seiner Frau, wenn er den Müll nicht runterträgt.

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