Polen : Rechtsradikale Randale in Warschau

Wie schon beim letzten Mal ist es auch in diesem Jahr beim polnischen Unabhängigkeitstag in Warschau zu Gewalt und Randale gekommen. Es waren offenbar rechtsradikale Demonstranten, die mit der Polizei zusammenstießen. Auch wurde das Büro einer Homosexuellenorganisation angegriffen.

Trotz eines großen Polizeiaufgebotes ist es in Warschau am polnischen Unabhängigkeitstag zu Gewalt und Randale rechtsradikaler Demonstranten gekommen. Wie ein Polizeisprecher am Montagmorgen berichtete, wurden bis zum späten Sonntagabend 132 Demonstranten vorläufig festgenommen. Bei den Zusammenstößen gab es insgesamt 24 Verletzte, darunter acht Polizisten.

Zu den gewalttätigen Ausschreitungen kam es nach dem Unabhängigkeitsmarsch mehrerer rechter und rechtsradikaler Gruppen. Die Sprecherin der Homosexuellenorganisation „Lambda“ sagte der polnischen Nachrichtenagentur PAP, Rechtsradikale hätten das Büro der Gruppe in der Warschauer Innenstadt angegriffen. Im vergangenen Jahr war es am Unabhängigkeitstag zu schweren Straßenschlachten gekommen. (dpa)

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