Polizeieinsatz : Handgranatenattrappe stoppt ICE

Wegen eines Notrufs des Zugpersonals ließ die Polizei einen ICE stoppen und durchsuchte ihn eine Stunde lang. Ein junger Mann hatte eine Handgranate fallen lassen, die sich glücklicherweise als Attrappe herausstellte. Der Mann gab sich als Sammler aus.

Frankfurt/MainEine Handgranaten-Attrappe in einem ICE hat am Montag kurz vor der Einfahrt des Zuges in den Frankfurter Hauptbahnhof einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Eine Schaffnerin hatte gegen Mittag per Notruf gemeldet, in dem Zug aus Mannheim halte sich eine verdächtige Person auf, die einen Tarnanzug trage und gerade eine Handgranate habe fallen lassen, teilte die Polizei in Frankfurt mit.

Der Zug wurde daraufhin im Bahnhof Frankfurt-Stadion unter dem Vorwand eines technischen Defekts gestoppt und von Beamten umstellt. Einsatzkräfte stiegen zu, sprachen den Verdächtigen an, suchten seinen Sitz ab und nahmen ihn fest. Die vermeintliche Handgranate stellte sich als Attrappe heraus. Nach dem gut einstündigen Halt setzte der ICE seine Fahrt Richtung Hauptbahnhof fort.

Der 28 Jahre alte Mann aus Berlin sagte nach Polizeiangaben, er sammele Militärgegenstände. Die Attrappe sei ihm aus Versehen aus seinem Rucksack gefallen. Die Polizei prüft eine Anzeige gegen ihn. (nim/dpa)

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