Pop-Sängerin Pink : Ahnungslose Tierschützerin

Pink hat sich von einer Kampagne zum Schutz australischer Schafe in der Wollproduktion distanziert, für die sie sich selbst stark gemacht hatte. Der US-Popstar räumt mangelnde Kenntnis über das Thema ein.

Sydney - Sie habe sich nicht genügend mit dem Thema beschäftigt, bevor sie sich der Kampagne der US-Tierschutzorganisation Peta angeschlossen habe, räumte die Sängerin im australischen Fernsehsender Nine Network ein. In einem im vergangenen Jahr gedrehten Video hatte Pink die Behandlung von Wollschafen in Australien als "sadistisch" bezeichnet. Die Kampagne zielte auf eine Praxis, bei der am Rumpf von Lämmern Teile des Fleisches abgeschnitten werden, um den Befall der Tiere mit fleischfressenden Maden zu verhindern. Zum Umdenken habe sie der Brief eines australischen Schafzüchters gebracht, berichtete Pink. Außerdem habe sie erfahren, dass die Praxis 2010 abgeschafft werden soll.

"Ich hätte vielleicht besser recherchieren sollen, auf eigene Faust", sagte die Sängerin. "Meine Botschaft war der Boykott von Grausamkeiten gegen Tiere - nicht einer gesamten Industrie, nicht von Australien natürlich, denn dies ist mein Lieblingsland." Pink betonte, sie habe "nichts gegen Bauern"; schließlich sei sie selbst im ländlichen Pennsylvania aufgewachsen. "Ich möchte niemandem wehtun. Ich möchte nur, dass Tieren weniger wehgetan wird." Pink erklärte sich zu einem Treffen mit Bauern und Vertretern der australischen Wollindustrie während ihrer Tournee in Australien im April bereit. (tso/AFP)

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